
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definition
3. Anwendungsgebiete
4. Produkte
4.1 Jutegewebe
4.2 Kokosgewebe
4.3 Heidematten
4.4 Schilfrohrmatten
4.5 Erosionsschutzmatten
4.6 Böschungsgitter
4.7 Folien, Raster, Gitter
4.7.1 Teichfolien
4.7.2 Georaster
4.7.3 Geogitter
4.7.4 Böschungsnetze
5. Transport und Einbau
6.
Musterleistungsbeschreibung
![]() |
![]() |
|
Einbau von ca. 3.0000 qm BesTex® Erosionsschutzmatten Typ BSM-K/350 in Sachsen: |
||
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
Unter der Produktgruppe BesTex® sind die verschiedenen Produktarten, wie z.B. Kokosgewebe, Jutegewebe, Erosionsschutzmatten aus Naturfasern und synthetischen Materialien, Wegebauvliese, Wasserbauvliese, Böschungssicherungsnetze, Erosionsschutzgitter als auch Raster zusammengefasst. Diese Produkte werden vorrangig im Landschaftsbau und dort für den Erosionsschutz, die Rekultivierung, dem Wasser als auch terrestrischen Bau verwendet. Auch Sonderanwendungen, wie z.B. Baumschutzmatten, Winterschutzmatten, Sandfangzäune für den Dünenschutz aber auch Anwendungen für Schwimm- und Zierteiche, z.B. als Fallschutz oder Laubschutznetz, gehören zu den Anwendungsgebieten. Auch sogenannte Duplexsysteme wie z.B. Mulchmatten oder dreidimensionale Erosionsschutzmatten voll- bzw. teilsynthetisch für den Hochwasserschutz, werden unter der Produktgruppe BesTex® angeboten.
2. Definition Matten und Gewebe
![]() |
![]() |
|
|
BesTex® Kokosgewebe
Typ VG 25 |
BesTex® Erosionsschutzmatte
Typ ESG 6 |
Da es immer wieder zur Verwechslung bezüglich der Begriffe, z.B. bei der Erstellung von Leistungsverzeichnistexten kommt, werden nachfolgend die Begriffe definiert:
Gewebe:

BesTex® Kokosgewebe Typ VG 17
Hierbei handelt es sich um ein Flächengebilde aus Fäden. Die Fäden werden in der Längsrichtung als Kette (Kettfäden) und in der Querrichtung als Schuss (Schussfäden) bezeichnet. Die Herstellung eines Gewebes erfolgt durch das Weben. Hierbei werden die Kettfäden angehoben oder gesenkt und der Schussfaden quer durch die entsprechend angehobenen oder gesenkten Fäden „geschossen“. Häufig werden bei den Geweben die Schussfäden dünner gewählt als die Kettfäden, um so die auf
das Gewebe einwirkenden Kräfte voll auf die Kettfäden zu übertragen, so dass die Schussfäden nur die Lage der Kettfäden in der Querrichtung fixieren. Hierdurch erhält man ein stabiles aber trotzdem in sich flexibles Flächengebilde. Wichtige Größen und Angaben bei Geweben sind das verwendete Material (z.B. Kokos oder Jute), das Flächengewicht in Gramm/m², die Fadendichte und die Bindungsart. Für die Anwendung in der Ingenieurbiologie sind die Hauptkennwerte das verwendete Fasermaterial als auch das Flächengewicht und ggf. die Maschenweite (offene Weite zwischen Kette und Schussfäden). Üblicherweise sind die Gewebe zweidimensional. Als dreidimensionale Sonderform werden sogenannte Flor- oder Polgewebe bezeichnet (z.B. gewebte Teppiche oder Möbelstoffe).
Matte:

BesTex®
Erosionsschutzmatte/Filtermatte Typ RFM
Die Abgrenzung zwischen Geweben und Matten wird sehr häufig diskutiert, da grundsätzlich auch enge Gewebe als Matte bezeichnet werden können. Um hier eine Verwechslung der Technologien und Einsatzgebiete zu vermeiden, sind die Begriffe zwischen BesTex®-Geweben und Matten wie folgt definiert:
Die Matten bestehen jeweils aus Fasern (Kokos, Stroh,
Heu, Wolle bzw. aus synthetischen Materialien wie z.B. Polypropylen (PP)).
Diese werden mittels eines Ober- und ggf. Unternetzes/Gewebe z.B. aus Jute,
Kokos, Polypropylen oder einem Biopolymer versteppt, so dass die Fasern neben
und übereinander zu einem flächigen Textil durch den Steppfaden
und mit Hilfe des Ober- bzw. Unternetzes versteppt werden.
Die Fasern sind also nicht als Kett- oder Schussfäden in das
Produkt (Matte) eingebracht worden. Die aus Stabilitätsgründen
verwendeten Netze/Gewebe hingegen erfüllen wieder die vorgenannte Definition
eines Gewebes. Der wesentliche Unterschied in der Anwendung liegt in dem Vorteil,
einer sehr homogenen und kompakten Lage der Einzelfasern,
wodurch eine wesentliche höhere Filterstabilität erreicht werden
kann, als bei einem „blickoffenem“ Gewebe, d.h. mit einer offenen Maschenweite,
die man auch als Netz bezeichnen könnte.
Auch Netze aus Kokosfasern oder synthetischen Fasern, z.B. Polypropylen (PP)
oder Polyethylen (PE) werden üblicherweise hergestellt wie unter Geweben
bereits beschrieben. Sonderformen wie z.B. die BesTec® Steinwalzen- oder
Kammerdeckwerknetze werden hier nicht weiter definiert.
Folien:
BesTex® Filtermatte auf BesTex® Beckenfolie
Bei den Folien handelt es sich des Ursprung aus dem Wort Folium (Blatt) entstanden ist, handelt es sich um dünne Materialien aus synthetischen Ausgangsstoffen, die als Endlosbahn gefertigt und im aufgrolltem Zustand geliefert werden. Hauptsächlich werden diese Folien aus Polyethylen (PE) aus Polypropylen (PP) oder aus PVC (Polyvenylchlorid) gefertigt. Sie können auch als Mehrschichtverbund hergestellt werden und haben im Gegensatz zu den vorgenannten Produktdicken die teilweise unter 0,1 mm liegen können. Das BesTec® Programm konzentriert sich auf Folien für Schwimmteich- und Zierteichnutzung, die in dem Stärkebereich zwischen 0,5 – 1,5 mm liegen. Folien werden nicht gewoben sondern durch Extrusion hergestellt. Hierbei wird eine Flüssigkeit durch eine Düse gepresst, nach dem der Grundwerkstoff aufgeheizt wird, um ihn zu schmelzen und zu homogenisieren. Durch das Pressen (mittels hohem Druck) wird die gezielte Aufbringung durch eine Düse dann nach dem Durchlauf einer Kühlstrecke entsprechende Formen z.B. Folien hergestellt.
Duplexwerkstoffe:
Bei Duplexwerkstoffen werden mehrere verschiedene Produkte, Formen oder Eigenschaften bzw. Rohstoffe miteinander verbunden. Dieses erfolgt z.B. bei dreidimensionalen Erosionsschutzmatten, die neben einer Krallmatte und Kunststoffgittern ebenfalls Netze mit synthetischen Fasern als eine Matte kombinieren, da die entsprechenden Einzelwerkstoffe miteinander versteppt werden.
Nachfolgend erfolgt eine erste Differenzierung der verschiedenen BesTex® Produkte, je nach Lebensdauer, Wertigkeit sowie nach der Einteilung Simplex-, Duplex- und synthetische Produkte.
Simplexprodukte:
Hierunter sind Gewebe als auch Matten zu verstehen, die zweidimensional als Erosionsschutz eingesetzt werden. Die Stärke der Matten liegt durchschnittlich zwischen 0,5 – 1,5 cm. Die Matten und Gewebe sind auf Basis von Naturfasern hergestellt und ggf. durch einen geringen Anteil von synthetischen Fasern stabilisiert (Erosionsschutzmatten, Typ ESG).
Duplexprodukte:
Bei den Duplexprodukten handelt es sich um zwei- bzw. dreidimensionale Matten, die aus verschiedenen Einzelkomponenten miteinander versteppt bzw. kombiniert werden. Ebenfalls gehören hierzu Varianten, mit Saat- und oder Düngeeinlage.
Synthetische Produkte:
Als 3. und letzte Gruppe bietet BGS synthetische Produkte an. Diese sind hauptsächlich aus vollsynthetischen Materialien hergestellt, z.B. Folien, Geogitter, Schutznetze aus PP usw.
3.1 Simplexprodukte
3.1.1 Jutegewebe (Typ JG)
![]() |
![]() |
|
BesTex® Jutegewebe
Typ JG 500 |
Ballen bestehend
aus 10 bzw. 11 Bahnen,
BesTex® Jutegewebe JG 500 |
Jutegewebe wird im terrestrischen Bereich, d.h. nicht im Wasserbau, bedingt durch die geringen Standzeiten verwendet. Es dient als kurzfristiger Erosionsschutz. Auf Böschungen wird häufig mit einer Ansaat kombiniert oder auch teilweise in Kombination mit einer Bepflanzung genutzt. Bedingt durch den schnellen biologischen Abbau, wird bei dauerfeuchtem Einsatz das Jutegewebe sehr schnell mürbe und ist daher für schwere Beanspruchung nicht zu empfehlen. Jutegewebe ist im BesTex® Programm der einfachste und günstigste Erosionsschutz für terrestrische Anwendungen.
3.1.2 Kokosgewebe (Vegetationsgewebe, Typ VG)

BesTex® Kokosgewebe / Vegetationsgewebe VG 17 700g/m²
Kokosgewebe hat sich seit vielen Jahrzehnten im aquatischen als auch terrestrischen Bereich für den sofortigen und mittelfristigen Erosionsschutz bewährt. Je nach der Maschenweite sind die Einsatzgebiete unterschiedlich. So wird ein sogenanntes 400g/m² Gewebe einer durchschnittlichen Maschenweite von ca. 25 mm (reiner Richtwert, da die Ketten- und Schussfäden nicht verknotet sind, also verschiebar) ist als Erosionsschutz ungeeignet und wird in Kombination mit Anspritzbegrünungen oder als Umhüllung für andere Produkte (siehe unter Duplex) verwendet. Das populärste Kokosgewebe ist ein Gewebe mit einem Gewicht von 700-750g/m² und einer Maschenweite von ca. 17 mm. Dieses hat sich durch die Anzahl der Maschen als auch durch die Lichtdurchlässigkeit als zuverlässiger Erosionsschutz auch im Wasserwechselbereich von aquatischen Baumaßnahmen bewährt. Eine Ansaat oberhalb des Dauerwasserbereiches als auch eine Kombination mit Ufer- und Röhrichtpflanzen ist problemlos möglich. Auch eine Vorkultivierung (Armaflor® Röhrichtgewebe) kann mittels dieser Variante erfolgen.
Das sogenannte „900g/m² Gewebe“ mit einer theoretischen
Maschenweite von ca. 10 mm
wurde ursprünglich als Ausführung für schwere hydraulische
Belastungen entwickelt, als sogenanntes Bachbettgewebe. Durch
die Weiterentwicklung anderer Erosionsschutzsysteme und Ausführungen
hat sich jedoch in den vergangenen Jahren der Bedarf bzw. die Anwendungsfälle
für diese schwere Gewebeausführung deutlich reduziert. Bedingt durch
die enge Maschenweite ist eine Ansaat als Kombination mit diesem Gewebe nicht
zu empfehlen. Auch eine Bepflanzung ist nur mit zusätzlichem Aufwand
möglich.
Diese Gewebequalität wird ebenfalls (in abgewandelter Form) als sogenannntes
Böschungsband am Markt angeboten. Hierbei handelt es
sich um ein ca. 15 – 30 cm hohes Band aus Kokosgewebe, welches als Substitut
für Flechtwerkzäune verwendet wird.
3.1.3 Heide-/Schilfrohrmatten (Typ HM/SROM)

Doppellagige BesTex® Schilfrohrmatte
Die Schilfrohrmatten (ein- oder zweilagig) werden ähnlich wie bereits zuvor beschrieben hergestellt und dienen als günstiger Erosionsschutz bzw. als sogenannte Winterschutzmatten für empfindlichere Vegetation oder als Baumschutzmatten.

BesTex® Schilfrohrmatte als Winterschutzmatte
3.1.4 Erosionsschutzmatten (Typ ESG)

BesTex® Erosionsschutzmatte aus Kokosfasern Typ ESG 6
Erosionsschutzmatten gibt es in verschiedenen Materialkombinationen.
Zunächst einmal werden alle Matten aus Fasern hergestellt.
In der einfachsten Ausführung mit Stroh (alternativ
auf Anfrage Heu). Diese Variante hat die kürzeste
Lebensdauer, besitzt jedoch den Vorteil, durch die Struktur des Strohs
bzw. Heus Feuchtigkeit, insbesondere in den Sommermonaten,
besonders gut speichern zu können im Vergleich zur Kokosfaser.
Alle Matten werden im Standard mit einem Polypropylennetzgewebe (oben und
unten liegend) und einem PP-Faden versteppt. Optional sind auch Versteppungen
mit Jute (eingestrengte Standzeiten) oder einem Biopolymer möglich.
Die Strohmatten werden im terrestrischen Bereich
eingesetzt und haben durch den Vorteil der Feuchtigkeitspeicherung
ihre Anwendung auch in Kombination mit Anspritzbegrünung und
Ansaaten gefunden. Strohmatten stellen eine schnelle und effektive
und trotzdem stabile Erosionsschutzanwendung dar, die insbesondere innerhalb
der Vegetationszeit und außerhalb größerer mechanischer Belastungen
ihre Anwendung finden.
Für die aquatische Anwendung kommen hingegen Erosionsschutzmatten
aus Kokos, mit einem Gewicht von 700 g/m² für mittelschwere
Belastungen, zum Einsatz. Bei der 700 g Variante ist eine Kombination
mit einer Ansaat nicht zu empfehlen, bedingt durch die fehlende Lichtdurchlässigkeit.
Die Erosionsschutzmatten haben gegenüber den Kokosgeweben den Vorteil
der deutlich höheren Filterstabilität, insbesondere im Wasserbau.
Für den Alpinbereich kann die Kokosmatte auch mit einem
sehr belastbarem Drahtgeflecht zusätzlich versteppt
werden. Als Sondervariante kann statt der Verwendung eines Vlieses ggf. auch
eine Erosionsschutzmatte auf vollsynthetischer Basis, d.h. anstatt von Kokosfasern
werden hier PP-Fasern verwendet zum Einsatz kommen.
3.2. Duplexprodukte
3.2.1 Filtermatte (Typ FM)

BesTex® Filtermatte vorbereitet für Bepflanzung mit Weidensteckhölzern
Hierbei handelt es sich um eine aus 100% bestehende Matte in Kombination eines Kokosgewebes (400g/m²) und einer Füllung aus beigen Kokosfasern (ca. 10-15 cm). Die Matte wird im Wasserbau verwendet und dient z.B. als Vegetationsträger für vorkultivierte Röhrichtmatten des Armaflor®-Programmes. Sie kann aber auch vor Ort eingebaut und danach z.B. in der Mittelwasserlinie mit Weiden (Salixspezien) oder Erlen (Alnusspezien) als Steckholzbepflanzung kombiniert werden.
3.2.2 Kokosfiltermatte (Typ RFM)

Doppellagige BesTex® Filtermatte Typ RFM/2
Im Gegensatz zu dem zuvor beschrieben manuell hergestellten Produkt einer Filtermatte, um eine maschinell produzierte Variante, die ebenfalls kombiniert wird aus einem 400g/m² Kokosgewebe (optional 700g/m² Gewebe), Kokosfasern sowie einem zusätzlichen Biopolymer-Stabilisierungsgewebe. Die Matten werden als Rolle geliefert und vor Ort an die entsprechenden Gegebenheiten durch Zuschnitt angepasst. Eine Bepflanzung wie zuvor beschrieben ist ebenfalls möglich, jedoch ist die Belastbarkeit der Matte längerfristig gegeben als bei der Standardfiltermatte.
3.2.3 Dreidimensionale Erosionsschutzmatten (Typ ESM)

Dreidimensionale BesTex®
Erosionsschutzmatte Typ ESM 75
(75% des Volumens sind biologisch abbaubar bedingt durch die Kokosfaserfüllung)
Es sich um eine Kombination aus einer Krallmatte, Polypropylengittern/geweben sowie einer Faserfüllung, die entweder aus Kokosfasern (Volumenanteil ca. 75 % der gesamten Matte) oder aus vollsynthetischen Fasern (im Standard aus Polypropylenfasern, also 100% Synthetisch) zusammengestellt und versteppt wird. Diese Matte dient als Vegetationsträger für vorkultivierte Armaflor® Gräsermatten, die in hochwassergefährdeten Bereichen Retentionsflächen und ähnlichen temporär belasteten aquatischen Bereichen Anwendung findet. Ebenfalls kann die Matte unbegrünt vor Ort eingebaut und dann übererdet und ggf. per Anspritzverfahren begrünt werden. Auch eine Bepflanzung z.B. mit Röhrichtpflanzen, in der Mittelwasserlinie, ist möglich. Vorkultivierte Ausführungen als sogenannte Vegetationsmatten, z.B. mit Ufer- und Röhrichtpflanzen, aber auch im Bereich der Dachbegrünung, sind möglich.
3.2.4 Mulchmatte (Typ MG)

Bepflanzung mit Bodendeckern der BesTex® Mulchmatte TypMG 9
Die Mulchmatte ist eine Kombination von Kokosfasern einer doppelt geschlitzten Polypropylenfolie (optinal aus einer Biopolymerfolie) wobei diese Folie ähnlich wie eine Membrane funktioniert, d.h. Feuchtigkeit durch die Matte von oben nach unten durchlässt, jedoch einen unkontrollierten Wuchs, z.B. von Wildkräutern (durch Entzug von Licht), verhindert. Das Einsatzgebiet ist der klassische Gartenbau zur Vermeidung des Konkurrenzdrucks bei Neuanpflanzungen durch Wildkräuter, aber die Unterdrückung von unerwünschter Vegetation oberhalb der Mittelwasserlinie und Vorbereitung zur Neuansiedlung autochthoner Pflanzen.
3.2.5 Heusaatmatte (Typ HSM)
Die Heusaatmatte dient zur naturnahen Begrünung von Rohböden. Hierdurch lassen sich Begrünungen effizient durchführen mit heimischen Kräutern und Gräsern, die zuvor als Ballenware gepresst geerntet und dann für die Mattenherstellung verwendet werden. Im Gegensatz zu dem manuellen Auftrag des Mahdgutes, z.B. zur Böschungsbegrünung in Tagebaubereichen erhält man durch die Matte eine Lagestabilität ab dem Verlegezeitraum. D.h. Umlagerung durch Verwehungen etc. entstehen nicht. Ebenfalls ist durch die Auswahl entsprechend optimaler Rollengrößen eine schnelle und komplikationslose Verlegung möglich, ohne unspezifiziert in verschiedenen Dichtigkeitsstufen und Auflagestärken das Heu aufzubringen. Die Heusaatmatte wird einerseits ein geeignetes Mikroklima und schützt die Oberfläche vor Verdunstung und bringt gleichzeitig Saatgut auf die Böschungsfläche aus.
3.2.6 Saatmatten (Typ SG)
![]() |
![]() |
|
BesTex® Saatmatte
einige Wochen nach dem Einbau an der Böschung eines Retentionsbodenfilters |
Die fertige Begrünung mittels
BesTex® Saatmatten |
Diese Saatmatten basieren auf den bereits beschriebenen Erosionsschutzmatten aus Stroh bzw. Kokos jedoch, wird zusätzlich eine Saateinlage und optional auch eine Düngerbeigabe sowie Mikrostoffe und auch Mulchstoffe während der Mattenproduktion beigeführt. Die Matten bieten den Vorteil, dass in einem Arbeitsschritt, das während des Ausrollens der Erosionsschutz das Mulchen als auch die Ansaat der entsprechenden Böschung durchgeführt werden kann. Die Anwendung der Strohvariante befindet sich im Bereich von terrestrischen Böschungen, Begrünung von Regenrückhaltebecken während der Vegetationsperiode oder Böschung von Retentionsbodenfiltern. Außerhalb der Vegetationsperiode und bei längeren erforderlichen Standzeiten wird anstatt der Kokosfaser, die zwar schlechter wasserspeichernde Kokosfaser, aber dafür von der Lebensdauer wesentlich langlebigere Faser verwendet. Auf Wunsch kann auch eine Kombination aus 50% und 50% Strohfaser verwendet werden, wobei sich die Funktion der Matte nach der am schnellsten abbauenden Faser, in diesem Fall also der Strohfaser orientieren wird. Es wird daher primär der Einsatz der Stroh oder Kokosvariante, je nach Jahreszeit und Aufgabenstellung, empfohlen. Weitere Informationen finden Sie im Kapitel Armaflor®.
3.3. Synthetische Produkte
3.3.1 Folien (Typ TF)
Der Einsatz der BesTex® Folien befindet sich im Bereich des Zier- als auch Schwimmteichbaus. Die Folien werden im Zierteichbereich je nach Untergrund in den Stärken 0,5 als auch 0,8 mm verwendet. Die Vorbereitung des Untergrundes ist auf jeden Fall genauestens zu beachten. Die 1mm starke Folie wird im Schwimmteichbereich verwendet. Weitere Anwendungsbereiche für die Folien befinden sich beim Bau von AquaGreen® Pflanzenkläranlagen, Retentionsbodenfiltern oder hydrobotanischen Rinnen.
3.3.2 Böschungsnetze (Typ BN)
![]() |
![]() |
|
Böschungsnetze werden im terrestrischen Bereich als Drahtvariante (stahl verzinkt) oder Polypropylen-hochfest, knotenlos als Steinschlagschutz verwendet. Ebenfalls dient die synthetische Variante als Polypropylen als Fallschutz z.B. bei Zierteicheinlagen oder als Laubfangnetz zur Verringerung des Eintrags von Nährstoffen in den Teich. Die Netze werden ggf. gemäß den Örtlichkeiten konfektioniert.
3.3.3 Geogitter (Typ GG)
![]() |
![]() |
|
Geogitter
in Kombination :
Anzucht mit Armaflor® Gräsermatten |
||
Geogitter werden für terrestrische Anwendungen, d.h. dem Straßenbau aber auch als bewehrte Erde oder lebend bewehrte Erde verwendet. Eine Kombination mit Gabionen ist ebenfalls eine Verwendungsart.

Tensar Verbissschutz
3.3.4 Georaster (Typ GR)

Georaster aus recyceltem Kunststoff Einzelelement ca. 33 x 33 cm Höhe ca. 5 cm
Georaster werden in einem Steckplattensystem für die Befestigung temporärer Baustellenzufahrten als Bepflanzungswege (Stege) z.B. zur Bepflanzung von Retentionsbodenfiltern als schwimmende temporäre begrünbare Sperre in Rückhaltebecken, aber auch zur Befestigung temporär genutzten Wirtschafts- oder Deichverteidigungswegen verwendet. Optional ist auch eine fix und fertig begrünte Variante (Typ GR-G), z.B. mit Trocken- oder Sickerrasenmischungen und Substrat lieferbar. Auch auf temporär genutzten Zufahrten, z.B. Feuerwehr oder Notzufahrten, findet man Anwendung für Georaster.
![]() |
![]() |
|

Die BesTex® Produktübersicht als PDF-Datei

![]() |
![]() |
|
Die Corchoruspflanze eine einjährige krautige und
ca. 4m hohe Pflanze ist der Ursprung der Jutefaser, die zu den Bastfasern
gehört. Die Pflanze wächst im ostasiatischen Bereich und benötigt
ein tropisches Klima. Neben Asien findet man die Pflanze auch in Brasilien.
Die Faser wird nach Trennung des Stengels von der Rinde als Teil der Rinde
gewonnen. Weil Jute sehr fäulnisanfällig ist, ist die biologische
Abbauzeit relativ kurz und vollständig. Der Stellenwert dieser Faser
ist mit Baumwolle zu vergleichen. Die hochwertigste Jute wird in Bangladesch
angebaut und weiter verarbeitet. Aber auch Indien und andere ostasiatische
Staaten sind Lieferanten von Jutefasern und hieraus weiterverarbeiteten Produkten,
wie z.B. Jutegewebe, die auch Geo-, Jute oder Soilsaver genannt wird. In Bangladesch
ist der Stellenwert der Jute dermaßen groß, dass es ein eigenes
Ministerium für dieses Produkt gibt. Durch die sehr professionelle Vermarktung
handelt es sich um eine preiswerte Pflanzenfaser, jedoch ist die Dehnbarkeit
der Jutefaser relativ niedrig. Jute wird zum Großteil als sogenannte
Ballenware (eckig/kantig) aus Asien nach Europa importiert.
Die Gewichtsklasse um ca. 500 g/m² hat sich hier als Standard etabliert,
wie der Einbau der ca .1,22 breiten Ballen. Der Hauptvorteil des Jutegewebes
besteht in der hohen Wasserspreicherkraft der Faser und fördert
hierdurch die schnelle Keimung bei Ansaaten. Die übliche
Maschenweite liegt bei ca. 4x6 cm mit einer offenen Fläche zwischen 50
– 60%. Sonderausführungen z.B. gerollt auf einer Haspel oder in Gewichtsklasse
von 300g/m² sind auf Anfrage produzier- und lieferbar, wobei die Produktion
nur bei größeren Bedarfsmengen (>= 50000m²) wirtschaftlich
ist. Die üblichen Qualitäten von ca. 500g/m² sind als Lagerware
verfügbar. Bedingt durch die quaderförmige Ballenform ist der Einbau
aufwendiger, als bei gerollten Geweben, z.B. bei Kokos.
4.2 Kokosgewebe (Vegetationsgewebe- Typ VG25, VG17, VG10)
Detailinformationen über Kokos sind in dem Kapitel „alles über Kokos“ in unserem Katalog nachzulesen. Die Kokosfaser wird von der Kokospalme, die in allen tropischen und subtropischen Gebieten Asiens, Afrikas und Amerikas wächst gewonnen. Die Hauptproduzenten und Weiterverarbeiter der Kokosf
![]() |
![]() |
|
Kokosgewebe 700
g/m² Typ VG 17 |
Kokosgewebe 900g/m²
TypVG 10 |
![]() |
![]() |
|
Kokosgewebe Typ VG 17 |
Kokosgewebe TypVG 10 |
aser befinden sich in Indien, Sri Lanka und einigen weiteren asiatischen Ländern, wie z.B. Vietnam. Die üblichen am Markt gehandelten Qualitäten werden als sogenannte 400, 700 und 900g/m² Qualität gehandelt. Unterschieden wird beim Zwirntyp zwischen Brown und Retted Fibre wobei die die Retted Fibre aufwendiger hergestellt wird (längere Wässerungszeit), geringerer Anteil an Salz und Verunreinigung. Ebenfalls ist die Wasseraufnahmefähigkeit bei der Retted fibre ca. den 3-fachen Wert höher als bei der Brown-Fibre. Die Brown-Fibre wird daher primär für die Produktausführung VG25 einem 400g/m² Gewebe für einfache Ansprüche, wie bereits im Kapitel Anwendungsbereiche beschrieben, verwendet. Die 700 und 900 g/m² Qualität (VG17 bzw. VG10) wird für den höherwertigen Erosionsschutz als Standard verwendet. Die Gewebe werden zu 100 % aus hochwertigen, chemisch unbehandelten Kokosfasern hergestellt. Sie werden flächig in Leinwandbindung mit verschiedenen Maschenweiten gewoben. Da die Kokosfaser aufgrund ihres hohen Ligningehaltes zu den sehr langsam abbaubaren Fasern gehört, haben diese Gewebe im Vergleich zu Geweben oder Matten aus anderen Naturfasern, wie z.B.Jute, Stroh, Flachs oder Heu eine deutlich längere Lebensdauer. Hinzu kommt eine ebenfalls vergleichsweise hohe Reißfestigkeit, die bei den hier verwendeten Garnen zwischen 20 bis 28 daN liegt. Aufgrund dieser Eigenschaften werden für ingenieurbiologische Sicherungsbauweisen Kokosgewebe immer dann eingesetzt, wenn der Zeitraum bis zur Stabilisierung der Böschung bzw. bis zur Übernahme der Erosionsfunktion durch die zusätzlich eingebrachte Vegetation, mehr als eine Vegetationsperiode beträgt. Die Einzelfasern haben eine Länge von >=15 cm mit einem Anteil von ca. 50% (Retted Fibre). Die restlichen Fasern befinden sich in einer Längentoleranz von 5-15 cm. Nur wenige sind kleiner als 5 cm. Bei der brown-fibre Qualität ist hingegen der Hauptanteil der Faserlänge zwischen 5 und 15 cm.
Die offene Fläche bei der Variante VG25 liegt bei ca. 50-55% und bei der Variante VG17 bei ca. 25-35%. Die Type VG10 hat eine offene Fläche von nur 10-17%. Die Produktion erfolgt in Indien zu 100% manuell. In Sri Lanka ist eine halbautomatische Produktionslinie üblich. Die Standzeiten und biologischen Abbauzeiten von Kokosfasern sind deutlich länger, als bei der zuvor beschriebenen Jutefaser. Der komplette Abbau erfolgt in einem Zeitraum von 3-5 Jahren. Die Struktur des Kokosgewebes bleibt bei der Qualität VG25 für ca. 1-2 Jahre, bei den Qualitäten VG17 und VG10 für ca. 2-4 Jahre bestehen. Kokosgewebe wird wie bereits erwähnt zum großen Teil manuell hergestellt, so dass auch die Toleranzen mitunter verschieden groß sind. Bei der Qualität ist darauf zu achten, dass eine gute Qualität für den Zwirn verwendet wird. Die Höhe der Reissfestigkeit des Zwirns ergibt sich durch die Fadenumdrehung (Anzahl). Dieses hat jedoch zur Folge, dass mit der steigenden Anzahl der Fadenumdrehung die Reissfestigkeit erhöht wird, jedoch mit dieser Erhöhung immer weniger Wasser in den Zwirn eindringen kann. Um die angegebenen Gewichtsgrenzen pro m² zu erreichen, sind entsprechende Qualitätskontrollen erforderlich, insbesondere da es durch den starken manuellen Einsatz zu entsprechenden Toleranzen kommen kann. Die Qualität wird durch die Anzahl der Zwirne in Kett- und im Schussfaden kontrolliert. Die üblichen Toleranzen für Gewichtsabweichungen liegen zwischen -5 bis +7,5%. Aus dem Kett- und Schussfaden und deren Anzahl ergibt sich nicht nur das Gewicht/m², sondern auch die gewünschte Maschenweite. Da Kett- und Schussfäden nicht miteinander verknotet werden, handelt es sich um sogenannte nicht verschiebefeste Maschen, so dass die Toleranz mit abnehmenden Gewicht und somit abnehmender Zahl an Kett- und Schussfäden zunimmt. Aus diesem Grunde ist ein 400 g/m² Gewebe (Typ VG25) auch nicht als Erosionsschutz geeignet, da die Maschenweite mit ca. 25-30mm zu groß ist, um einen effektiven Erosionsschutz zu gewährleisten. Das stabilste handelsübliche Gewebe (Typ VG10), mit einem Gewicht von 900 g/m², hat die größte Maschenweitenstabilität birgt jedoch die Gefahr der Lichtundurchlässigkeit in sich. Daher hat sich am Markt das 700 g/m² Gewebe (Typ VG17) als Standard, bezüglich der Abnahmemengen, deutlich von den beiden vorgenannten Varianten abgesetzt.

BesTex® Kokosgewebe 2
m breit oberhalb der Böschungsfußsicherung
mittels Armaflor® Böschungsfaschinen in einem Grabensystem
Die üblichen Breiten sind 1 und 2m wobei es 2m Rollen/Ballen
mit einer Mittelnaht und ohne Mittelnaht gibt. Breiten von 4m sind ebenfalls
lieferbar, jedoch ist diese Sonderbreite nur auf Anfrage und rechtzeitiger
Disposition verfügbar.
Die Kokosgewebe sind im Standard als Rollenware lieferbar,
welches eine schnelle und problemlose Verlegung durch einfaches Ausrollen
ermöglicht. Gerade in steileren Böschungsbereichen und im Wasserbau
hat sich hierbei die 1m Breite Ausführung bewährt.
Alternativ gibt es auch die günstigere Ballenware, hierbei
handelt es sich jedoch ähnlich wie bei dem Jutegewebe, um einen kantigen
Ballen, der nicht mehr gerollt werden kann und der teilweise auch innerhalb
des Ballens gefaltet ist. Hierdurch wird zwar eine deutlich größere
Frachtkapazität und somit ein geringerer Frachtkostenanteil, d.h. geringerer
Verkaufspreis erzielt. Dieser wird jedoch durch ein deutlich aufwendigeres
Verlegen kompensiert und sogar überschritten, im Vergleich zur
Rollenware. Desweiteren muss ein höherer Aufwand bei der Vernagelung
des Gewebes aufgewendet werden, insbesondere an den gefalteten Stellen, da
hier das Kokosgewebe nicht am Boden anliegt, sondern durch die Faltenbildung
an diesen Stellen zusätzlich vernagelt werden muss.
Das Kokosgewebe, Typ VG17 hat sich auch u.a. für die vorkultivierten Armaflor® Gräsermatten, in der Standardausführung bewährt. Ebenfalls dient es als Vegetationsträger für Armaflor® Röhrichtgewebe. Eine problemlose Verlegung der Rollenware mit zusätzlicher Ansaat und/oder Übererdung aber auch für die Initialbepflanzung mit Armaflor® Einzelpflanzen oder Steckhölzern ist möglich.
![]() |
![]() |
|
|
VG17/700 |
VG25/4000 |
Empfehlung bei der Bepflanzung mit Ballen
Hier kleinere Ballenware (Jungpflanzen) ca. 3 cm Ø verwenden. Hierfür
Gewebe auseinanderschieben, bei größeren Ballen Ø 5 cm –
9 cm die Bepflanzung der Varianten der VG 17 bzw. VG 10 das Gewebe kreuzweise
einschneiden und die hierdurch entstehenden Dreiecke des Gewebes in das Pflanzloch
einlegen.
Durch die deutlich höhere Lebensdauer als Jutegewebe
und die größeren Beanspruchungsmöglichkeiten der Kokosfaser
ist das Kokosgewebe im Wasserbau generell möglich und auch der Einsatz
in Fließgewässern problemlos.
| Allgemeine Anwendungsempfehlungen | ||
| Ufersicherung an Still- und Fließgewässern | VG 17 | |
| an Winterdeichen | VG 17 | |
| an Regenrückhaltebecken | VG 17 | |
| Sohlsicherungen | VG 10 | |
| Flachwasserzonen im Wechselbereich | VG 17 | |
| Empfehlung im terrestrischen Bereich | ||
| Böchungen und Hänge – Neigung 1:2 | VG 17 | |
| wie zuvor, jedoch steiler 1:2 | VG 10 | |
| wie zuvor, jedoch sehr sandig und geröllhaltig | VG 10 | |
| Skipisten und Liftspuren | VG 10 | |
| Empfehlung für Bepflanzung und Ansaat | ||
| Trockensaat vor dem Verlegen | VG 17 | |
| Nassansaat nach dem Verlegen | VG 25 | |
| Trockenansaat nach dem Verlegen | VG 17 |
![]() |
![]() |
|
Heidematte an einem
Deichfuß |
Heidematten wiurden bereits vor Jahrhunderten
als langfristiger Erosionsschutz im Wasserbau eingesetzt.
Dieses bewährte und traditionelle Material im Dünen – und Küstenschutz,
welches auch zum Faschinenbau verarbeitet wurde, ist ein sehr dauerhafter
natürlicher Werkstoff, bedingt durch den hohen Lignin-Anteil
in der Zellstruktur baut sich Heidekraut sehr langsam biologisch ab
und hat somit eine lange Funktion. Durch den Umbruch die Degeneration und
die Kultivierung der meisten Heideflächen in Nordeuropa ist jedoch die
Erntemöglichkeit dieses traditionellen Baustoffes inzwischen bedeutungslos
geworden. Die Beschaffung des Rohmaterials wurde in den vergangenen Jahren
immer schwieriger und wird heute primär aus China importiert. Da es sich
hierbei jedoch häufig um einen Raubbau an der Natur handelt, da die Abbauflächen
radikal abgeerntet werden, ist die Verwendung mittlerweile nur mit Bedenken
möglich. Wenige professionelle Rohstofflieferanten arbeiten mit den Ressourcen
schonend, so dass mit Miscanthus ein gleichwertiger Naturwerkstoff, jedoch
als nachwachsender Rohstoff, die Nachfolge angetreten hat. Auf Wunsch sind
BesTex® Heidematten, Typ HM, in einer Dicke von 2cm gebunden mit einem
galvanisiereten Draht und einer Abmessung von 1x5m lieferbar. Hierbei sind
jedoch Mindestabnahmemengen (auf Anfrage) zu berücksichtigen.
4.4 Schilfrohrmatten (Typ SROM)

Das Schilfrohr (Phragmites australis) gehört zu den
Gräsern und ist eine Sumpfpflanze. Die einzelnen Halme werden bis zu
4m hoch. Seit vielen Jahrhunderten werden die zum Ende der Vegetationsperiode
absterbenden Schilfhalme (Schilfrohr) wirtschaftlich genutzt. Es dient z.B.
zur Eindeckung von Dächern, aber auch seit vielen Jahrhunderten für
den Bau von Lehmwänden (Hausbau) oder als Armierung zum besseren Halt
von Lehm- oder Zementputz. Ebenfalls dienen Schilfrohre als Wärmedämmung.
Aus diesen Anwendungen heraus haben sich Schilfrohre zwischenzeitlich auch
im Landschaftsbau und Erosionsschutz etabliert. Die BesTec® Schilfrohrmatten
werden wie bereits bei den Miscanthusmatten beschrieben, aus eng zusammenliegenden
Schilfhalmen, die mit einem verzinkten Stahldraht oder einem synthetischem
Garn miteinander verbunden werden. Sie dienen ein- oder zweilagig als Baumschutz
während Bauphasen in Landschaftsgebieten, jedoch auch als sogenannte
Winterschutzmatte, z.B. in Parkanlagen zum Schutz
kälteempfindlicher Pflanzen. Ebenfalls werden Schilfrohrmatten
als günstige fürden kurzfristigen Einsatz verwendeter Alternative
für den Dünenschutz als Sandfangzaun verwendet. Hierbei
ist jedoch zu beachten, dass die Haltbarkeit deutlich geringer ist als bei
der Verwendung von Misanthusmatten.
Die Matten werden in Breiten von 1m und 2m sowie Längen von 6m produziert,
Auf Wunsch können sie doppellagig als eine Matte im Sandwichverfahren
miteinander mittels Draht oder synthetischem Garn verbunden werden. Dieses
wird z.B. bei der Verwendung als Baumschutzmatte je nach Örtlichkeiten
auftragsgebunden produziert.
![]() |
![]() |
|
![]() |
![]() |
|
![]() |
![]() |
|
4.5 Erosionsschutzmatten (Typ ESG4(5), ESG6, ESG7, ESG8 sowie ESG13)
![]() |
![]() |
|
Die Erosionsschutzmatten der ESG-Produktreihe haben grundsätzlich
den gleichen Aufbau:
Zunächst einmal wird eine Faserlage (Stroh, Heu, Kokos oder eine Mischung
aus Stroh und Kokos). Als obere und untere Lage wird ein Netzgewebe (0,1-0,2mm
stark) verwendet und dann werden diese 3 Schichten (Netz/Naturfaser/Netz)
miteinander mittels eines synthetischen Garns versteppt. Alternativ kann das
Netzgewebe und der Steppgarn auch aus Jute (hierbei ist die begrenzte Lebensdauer
zu beachten) oder aus einem Biopolymer nach EN3432 /ASTMD6400 (100% biologisch
abbaubar) über einen Zeitraum von ca. 2-3 Jahren verwendet werden. Gewisse
Materialkombinationen wie z.B. Kokosfaser versteppt mit Jutegewebe und -garn
oder eine Mischung aus Kokos und Stroh können nicht empfohlen werden,
da der Gesamtaufbau und die Stabilität der Erosionsschutzmatte immer
bezüglich der max. Lebensdauer nach der am schnellsten biologisch abbaubaren
Komponente erfolgen wird. Somit ist es zu empfehlen eine hochwertige und mit
einer deutlich längeren Lebensdauer ausgerüsteten Kokosfaser nicht
mit einem Jutegewebe zu versteppen. Eine Kombination Stroh/Jute ist hingegen
von den Standzeiten im nicht aquatischen Bereich möglich. Falls eine
100% biologisch abbaubare Produktvariante
erwünscht ist, wird die Kombination Kokosfaser/Biopolymergewebe
und -faden empfohlen. Das Standard Polypropylennetzgewebe und der
entsprechende Steppfaden haben eine, bedingt durch die UV-Stabilisierung,
Lebensdauer von ca. 3-4 Jahren. Die Materialvariante Biopolymer besitzt eine
Lebensdauer von ca. 1 ½ bis 3 Jahren. Das Jutegewebe und der entsprechende
Faden hat eine Lebensdauer von nur ca. 6-12 Monaten.
![]() |
![]() |
|
![]() |
||
![]() |
![]() |
|
Verlegung von BesTex® Erosionsschutzmatten aus Stroh in Süddeutschland durch BGService |
||
![]() |
![]() |
|
Folgende Varianten sind im Standard erhältlich (Sonderausführungen auf Anfrage möglich):
4.6 BesTex® Böschungsgitter (Typ BG)
![]() |
![]() |
![]() |
Ein
klassisches Erscheinungsbild an Böschungen von Straßenneubauten
|
||
Bedingt durch den Bau von Straßen und Autobahnen,
ist die Versickerung von Regenwasser begrenzt. Daher kommt es gerade bei Straßenneubauten
an Böschungen durch Regenfälle, insbesondere bei Starkregenereignissen
zu schnellen und unkontrollierten Abflüssen, die dann letztendlich zur
Erosion an den Böschungen führen.
Natürliche Wasserspeichermöglichkeiten durch Pflanzen sind gerade
in Neubaubereichen von Böschungen nicht gegeben.
Baumaßnahmen:

Im Straßen- als auch im Bereich von Eisenbahn und
Wasserwegen führen größtenteils zwangsläufig dazu, das
Erdbewegungen erforderlich sind. Hinzu kommen teilweise beengte Platzverhältnisse,
die zu steileren Böschungsanlagen oder Geländeeinschnitten führen.
Verdichtungen durch die Baumaßnahmen führen dann dazu, dass der
Boden wasserundurchlässiger wird. Gerade direkt nach Abschluss der entsprechenden
Arbeiten, ist eine Nährstoffarmut und eine biologische Inaktivität
des Bodens feststellbar.
Selbst wenn dieser Rohboden zusätzlich mit Mutterboden abgedeckt wird,
kommt es in vielen Fällen nicht zur Verzahnung dieser beiden Bodenschichten,
was zwangsläufig zu einer Abrutschung der gerade angesäten Flächen
führt. Dieses ist an vielen Autobahnabschnitten zu sehen und dadurch
gekennzeichnet, dass die abgerutschten Stellen, dann mittels Schotterabdeckung
repariert werden. Neben den Problemen für diese Reparaturmaßnahmen
erneut den fließenden Verkehr zu beeinträchtigen, stehen enorme
Kosten durch diese Repaturmaßnahmen an und auch ökologisch ist
dann diese Art der „Schotterwälle“ wohl nicht weiter zu kommentieren.
Um eine stabile Böschung nach ökologischen Gesichtspunkten zu erhalten, ist der Einsatz von Pflanzen seit vielen Jahrzehnten erprobt und bewährt. Je nach Neigung der Böschungen ist jedoch die Auswahl der Pflanzen und das entsprechende Begrünungssystem von hohem Stellenwert. Ebenfalls muss die bereits erwähnte Situation der Oberflächenwasserabflüsse bei der Begrünung und Stabilisierung der Böschung ebenfalls berücksichtigt werden, um die bereits erwähnten Erosionsschäden zu vermeiden.
Es ist daher erforderlich ein System zu verwenden, welches
eine gewisse Wasserspeicherkapazität hat, um so die
schwellartige Überströmung der Böschungen zu minimieren bzw.
zu vermeiden. Andererseits sollen die Speichermöglichkeiten des Oberflächenwassers
ebenfalls genutzt werden, um insbesondere bei vegetationsungünstigen
Stellen, z. B. die Vegetation mit Feuchtigkeit zu versorgen.
Eine weitere Aufgabenstellung liegt darin, die Feinteile des Bodens, eine
Art Sedimentfalle, davon abzuhalten, sich am Böschungsfuss abzulagern
und u.a. damit die hergestellten Ablaufrinnen funktionsunfähig zu machen.
Desweiteren ist ein System erforderlich, welches auch in der Vegetationsruhephase,
d.h. insbesondere im IV. Und I. Quartal eines Jahres dafür Sorge zu tragen,
dass Erosionsschäden vermieden werden.
Traditionelle Bauvarianten, z.B. Rautenflechtwerke, Böschungsbänder als auch der Parallelverbau von sogenannten Totholzfaschinen, sind bezüglich der Standzeiten begrenzt und von der Herstellung gerade bei steileren Böschungen sehr lohnintensiv. Die Qualität und Materialversorgung ist ein weiteres Problem, insbesondere bei einer ganzjährigen Versorgung. Synthetische Materialien, z.B. in Wabenkonstruktion haben den Nachteil, dass das Wasserspeichervermögen nicht vorhanden ist und diese Systeme dauerhaft in der Böschung verbleiben. Erosionsschutzmatten in verschiedensten Formen bieten wiederum nicht die Möglichkeit, eine entsprechende Substratschicht aufzubauen, auf der dann eine Vegetation sich dauerhaft etablieren kann.
Auf Basis dieser Erkenntnisse wurde das BesTex® Böschungsgitter in 3 Varianten entwickelt:
Die Basisvariante (Typ BG30/30-W) besteht aus ungewaschener Schurwolle, die zunächst einmal als ca. 10 – 15 cm starker Strick/Tau auf einer Maschine in Kombination von sogenannten Führungsfäden und einer zusätzlichen Ummantelung aus Baumwolle oder Kokosgewebe hergestellt werden. Diese Stricke werden dann als sogenannte Armaflor® Böschungsfaschinen (Typ BF-100/W)
![]() |
![]() |
|
Verlegung von BesTex®
Jutewebe |
Verlegung von BesTex®
ESG 4 |
hergestellt und sind das Hauptbauelement der sogenannten
Böschungsgitter.
Nun werden aus diesen Böschungsfaschinen grobe Gewirrke hergestellt,
in dem man ein Gewirrk (grobes Netz) unter Verwendung der Böschungsfaschinen
als sogenannte „Schußfaden“ herstellt, der dann mit dem sogenannten
Kettenfaden aus einem speziell geflochtenem 5-adrigen Kokostau/Flachlitze
zu einem groben Raster verbunden wird. Das Standardmaß dieses Rasters
beträgt ca. 30 x 30 cm.
Andere Rastermaße bis hin zu einer vollflächigen Herstellung sind
auftragsgebunden möglich. Die Art des Rasters bzw. der hergestellten
geschlossenen Fläche wird u.a. durch die zu erwartenden Oberflächenwasserbeaufschlagung
gewählt.
Das Standardrastermaß von 30 x 30 cm eignet sich nun, ähnlich wie eine Geozelle, um diese nach Aufbringung auf die Böschung mit Oberboden zu verfüllen. Die Böschungsgitter werden in einer Breite von 2 m und einer Standardlänge von 6 m hergestellt. Andere Längen sind je nach Böschungsart und -verlauf herstell- und lieferbar.
Bedingt durch den einfachen Einbau der üblicherweise durch Ausrollen von der Böschungskrone Richtung Böschungsfuss erfolgt, ist dieses Böschungsgitter gegenüber der herkömmlichen lohnintensiven Herstellung von Flechtwerken und anderen Geozellen, deutlich im Vorteil. Nach Aufbringung des Böschungsgitters wird dieses mit Stahlhaften oder Holzpflöcken vernagelt
und befestigt. Danach erfolgt die Befüllung mit Oberboden. Bedingt durch den Einsatz von Schurwolle ist nun auf der Böschung eine Art „Tampon“ für den Einfluss des Oberflächenwassers auf die Böschung entstanden. Das Wasser welches in den Böschungsfaschinen, also dem Schlussfaden des Gitters gespeichert ist, wird nun durch Verdunstung und Abgabe an die Vegetation schrittweise wieder abgegeben. Bei Sättigung der Böschungsfaschine, wird das Wasser zielgerichtet an den Böschungsfuss geleitet. Durch den langsamen biologischen Abbau des Naturproduktes Schurwolle als auch Kokosfaser, ist eine mehrjährige Funktion dieses Gitters auf der Böschung vorhanden. Nach Befüllung und leichter Übererdung der Böschungsgitter bestehen nun verschiedene Möglichkeiten zur Begrünung:
![]() |
![]() |
|
Einbau von
Böschungsgittern in Kombination mit BesTec® Steinwalzen, Vorbereitung zur Übererdung und der Auslegung von Saatgewebe |
||
![]() |
![]() |
|
![]() |
![]() |
|
Ein Bauteil des Böschungsgitters
ist die Böschungsfaschine Typ BF-100 W |
Übererdung der ausgelegten
Böschungsgitter |
|
![]() |
![]() |
|
| Übererdung
der ausgelegten Böschungsgitter |
||
![]() |
![]() |
|
Übererdung der ausgelegten
Böschungsgitter |
Übererdete Böschungsgitter,
vorbereitet für die Ansaat |
|
![]() |
![]() |
|
Einbau
von Böschungsfaschinen
|
||
![]() |
![]() |
|
| |
Übererdung der ausgelegten Böschungsgitter |
|
![]() |
![]() |
|
| Übererdung der ausgelegten Böschungsgitter |
Übererdete Böschungsgitter, vorbereitet für die Ansaat |
|
![]() |
![]() |
|
Die Folien gibt es als Rollenware bzw. als vorkonfektionierten
Zuschnitt von der Rolle oder als reine Sonderkonfektion. Diverse Unternehmen
haben sich auf die Lieferung und ggf. Verlegung der Folien spezialisiert.
Die üblichen Folienstärken liegen zwischen 0,5 – 2,0 mm, wobei hauptsächlich
die Stärkenbereiche zwischen 0,8 – 1,2 mm Anwendung finden.
Grundsätzlich muss darauf geachtet werden, dass die Folien wurzelfest
sind. Die Varianten in schwarzer oder grüner Farbe bieten hierbei die
besten Eigenschaften. Auch sollte man auf die Rutschfestigkeit der Folien
achten. Natürlich machen sich in vielen Bereichen, die grünen PVC-Folien
optisch besser.
Bei der späteren Verlegung sollte man von vornherein beachten, dass die
Folien z.B. auf Rollen angeliefert ein extrem hohes Gewicht haben können.
Bei größeren Teichanlagen bietet es sich daher an, ggf. bei der
Konfektionierung Hebeschlaufen anschweißen/ankleben zu lassen, damit
man dann mit einem Kran die Folie schnell und effektiv und insbesondere beschädigungsfrei
in das vorbereitete Teichprofil einlegen zu können.
Technische Daten
Kalandrierte homogene Dichtungsbahn aus weichem Polyvinylchlorid (PVC-P). Besonders geeignet für die Abdichtung von Garten- und Parkteichanlagen. Unschädlich für Fische und Wasserpflanzen.
Physikalische Eigenschaften:
Reißfestigkeit in Längs- und Querrichtung
Prüfung nach DIN 53455
Anforderung = 12 N/mm²
Reißdehnung in Längs- und Querrichtung
Prüfung nach DIN 53455
Anforderung = 200 %
Maßänderung in Längs- und Querrichtung
nach Warmlagerung
Prüfung nach DIN 53377
Anforderung =/2/%
Verhalten beim Falzen in der Kälte bei -20°C
Prüfung nach DIN 53361
Anforderung keine Risse
Weiterreißwiderstand in Längs- und Querrichtung
Prüfung nach DIN 53363
Anforderung = 75 N/mm
![]() |
![]() |
|
![]() |
||
Georaster sind auf Basis von recyceltem Kunststoff hergestellte leicht montierbare Gitter, die wahlweise in der Steghöhe 2,5 oder 5 cm lieferbar sind. Diese können auch (siehe Armaflor® Gräsermatten) vorkultiviert mit Rasen, z.B. zur schnellen Anwendung an Parkplatzflächen geliefert werden. Nachfolgend die Anwendungsgebiete die üblicherweise in der Ingenieurbiologie zu finden sind:
Die einzelnen Anwendungsbereiche erfordern/erlauben eine
jeweils unterschiedliche Verlegeform.
![]() |
![]() |
|
Geogitter in schwimmender
und bepflanzter Ausführung |
Geogitter als Laufstege
bei der Bepflanzung von Retentionsbodenfiltern |
Bei Geogittern handelt es sich um hoch zugfeste und technische Gewebe. Diese werden z.B. als Asphaltbewehrung oder im Erosionsschutz, z.B. Einlage in Gabionen oder zur Konstruktion von lebendbewehrter Erde oder anderen Stützkonstruktionen verwendet. BGS bietet Geogitter in der Variante 20/20 bzw. 35/35 an. Die entsprechenden Belastungswerke liegen (gem. EN ISO10319)
bei Längs- und Quer 25 kN/m bzw. bei 40 kN/m. Die Maschenweite beträgt
in mm 20/20 oder 35/35. Die Lieferform sind Rollen in einer Breite von 5 m
und einer Länge von 100 m.
![]() |
||
Kaum ein Material erfüllt die Forderung zur Sicherung
so zuverlässig und variabel und trotzdem kostengünstig wie Netze.
BGS Böschungssicherungsnetze können fertig konfektioniert ab Lager
oder bedarfsgerecht nur im Zuschnitt geliefert werden. Die Netze werden aus
einem Polypropylen (PP) hochfest und knotenlos wahlweise in den Maschenweiten
45 oder 100 mm geliefert.
Bei der Maschenweite 45 mm beträgt die Garnstärke 3,4 oder 5 mm
und ist in der Farbe grün lieferbar. Bei der Maschenweite 100 mm beträgt
die Materialstärke des Garns 6 mm sowie die Farbe weiß. Auch als
Laubschutznetz für die Abdeckung von Teichen oder als temporärer
Zaun, z.B. im Bereich von Verbißschutzmaßnahmen bei Neupflanzung
von Röhrichten, ist dieses Netz geeignet.
Alle Produkte werden als Rollen geliefert. Ausnahmen hiervon sind: Jutegewebe, dieses wird in Ballen und Bahnen geliefert, Georaster werden im zusammengesteckten Zustand (9 Platten = 1m²) übereinander gestapelt geliefert. Bei Saatmatten dürfen die Rollen nicht hochkant, sondern nur liegend transportiert werden. Erosionsschutzmatten der ESG-Reihe sowie Saatgutmatten der SG-Reihe werden mit einer Schrumpffolie für den Transport umhüllt. Bei Saatmatten kann zur Vermeidung von Kondenswasserbildung, auch je nach Jahreszeit und Örtlichkeit, eine Umhüllung der Rollen mit einem offenem Transportgewebe erfolgen.
Es werden nur komplette Rollen ausgeliefert mit den angegebenen Standardmaßen.
Das BesFix® Befestigungsmaterial
gehört nicht zum Lieferumfang und muss zusätzlich bestellt
werden. Die BesFix® Erdnägel und Haften werden ebenfalls in Standardverpackungseinheiten
und in Kartons geliefert.
![]() |
![]() |
|
Bes®Fix® Befestigungssysteme (für BesTex®-Produkte)
Typ |
Bezeichnung |
SH30 |
SH40 |
SH60 |
SH100 |
HPL30 |
HPL50 |
GS16 |
Böschungsneigung flacher = 1:3 Stck/m² |
Steiler = 1:2 Stck/m² |
| JG500 | Jutegewebe | 3 |
- |
- |
- |
2 |
- |
1 |
4 |
6 |
| VG25 | Kokosgewebe | - |
3 |
- |
- |
1 |
2 |
- |
4 |
6 |
| VG17 | Kokosgewebe | - |
3 |
- |
- |
1 |
2 |
- |
3 |
6 |
| VG10 | Kokosgewebe | - |
3 |
- |
- |
1 |
2 |
- |
3 |
6 |
| ESG4(5) | Erosionsschutzmatten aus Stroh | 3 |
- |
- |
- |
2 |
- |
1 |
4 |
6 |
| ESG6 | Erosionsschutzmatten aus Kokosfasern |
3 |
- |
- |
- |
2 |
- |
1 |
3 |
6 |
| ESG7 | Erosionsschutzmatten aus Kokosfasern | 3 |
- |
- |
- |
2 |
- |
1 |
3 |
6 |
| ESG8 |
Erosionsschutzmatte aus Kokosfasern |
3 |
2 |
1 |
- |
- |
- |
- |
3 |
4 |
| ESG13 |
Erosionsschutzmatte aus PP-Fasern |
- |
- |
3 |
- |
2 |
1 |
- |
3 |
4 |
| FM | Kokos-Filtermatte |
- |
3 |
- |
- |
2 |
1 |
- |
3 |
6 |
| RFM | Kokos-Böschungsfiltermatte |
- |
3 |
- |
- |
1 |
2 |
- |
3 |
4 |
| ESM75 | Dreidimensionale Erosionsschutzmatte mit Kokosfasern | - |
- |
1 |
- |
3 |
2 |
- |
2 |
3 |
| ESM100 | Dreidimensionale Erosionsschutzmatte aus
PP-Fasern |
- |
- |
1 |
- |
3 |
2 |
- |
2 |
3 |
| MG9(10) | Mulchmatte | 3 |
- |
- |
- |
2 |
- |
1 |
3 |
6 |
| HSM | Heusaatmatte | 2 |
- |
- |
- |
3 |
- |
1 |
3 |
5 |
| SG2(1) | Saatmatte aus Stroh |
3 |
- |
- |
- |
2 |
- |
1 |
3 |
6 |
| SG3 | Saatmatte aus Kokos |
3 |
- |
- |
- |
2 |
- |
1 |
3 |
6 |
| BG30/30-W | Böschungsgewebe Wolle |
- |
1 |
2 |
- |
- |
3 |
- |
2 |
4 |
| BG30/30-H | Böschungsgewebe Heu |
- |
1 |
2 |
- |
- |
3 |
- |
3 |
6 |
| BG30/30-V | Böschungsgewebe Synthetisch | - |
1 |
2 |
- |
- |
3 |
- |
2 |
4 |
| F-0,5 PVC | Teichfolie aus PVC | - |
- |
- |
- |
- |
- |
- |
- |
- |
| F-0,8 PVC | Teichfolie aus PVC |
- |
- |
- |
- |
- |
- |
- |
- |
- |
| F-1,0 PVC | Teichfolie aus PVC |
- |
- |
- |
- |
- |
- |
- |
- |
- |
| BN-PP | Böschungsnetz aus PP | - |
- |
1 |
2 |
- |
3 |
- |
2 |
4 |
| BN-SV | Böschungsnetz aus verzinktem Draht | - |
- |
1 |
2 |
- |
3 |
- |
2 |
4 |
| GR | Georaster |
- |
- |
- |
- |
- |
- |
- |
- |
- |
Legende:
1 = BGS-Standard/sehr geeignet
2 = alternativ
3 = bedingt geeignet je nach Standort

![]() |
![]() |
|
![]() |
![]() |
|
Vor dem Einbau ist der Verlegebereich von größeren Steinen, Ästen,
Baumstümpfen u.ä. zu befreien. Es wird ein Feinplanum geschaffen,
dass einen gleichmäßigen Bodenanschluss der BesTex®
Erosionsschutzprodukte gewährleistet. Falls gewünscht,
kann Saatgut (bis auf die
Variante SG) auf dem Boden eingeharkt werden. Hierzu muss die Erosionsschutzmatte bezüglich der Lichtdurchlässigkeit geeignet sein. Die Matten werden mit ca. 5cm Überlappung verlegt, Gewebe mit ca. 10cm. Im Wasserbereich dachschindelartig überlappend in Fließrichtung. Danach werden die Gewebe bzw. Matten mit Erdnägeln oder Haften (Anzahl und Ausführung siehe Tabelle) befestigt.
Um einen guten Bodenkontakt der Matten und Gewebe zu erreichen, kann zusätzlich außerhalb der aquatischen Einflusszonen eine zusätzliche Übererdung zur Sicherung gegen Wind erfolgen.
Am Anfang und Ende sind die BesTex® Kokosgewebe und -matte durch eingraben in den Boden einzubinden.
Bei BesTeX® Filtermatten ist ggf. im Tiedebereich eine zusätzlich diagonal im Zick-Zack verlaufende Überspannung der Matten durchzuführen, um ein Aufschwämmen zu verhindern.
![]() |
![]() |
|
|
BesTex® Mulchmatten |
BesTex® Mulchmatten |
Im Falle der Ansaat oder Bepflanzung, z.B. als Armaflor® Röhrichtgewebe ist in Abhängigkeit von der Wasserversorgung und Witterungsverlaufes sowie der Bodenbeschaffenheit ggf. eine Anfangsbewässerung und Startdüngung erforderlich. Bei einer Röhrichtbepflanzung ist die permanente Feuchtigkeitsversorgung zu gewährleisten.
![]() |
![]() |
|
Mulchgewebe
Typ 9 und 10 |
||
![]() |
![]() |
|
Bei dem Einbau von Mulchmatten ist ggf. auf die bereits vorhandene Bepflanzung Rücksicht zu nehmen und diese mittels Einschnitte in die Matte um die Pflanzen herum zu verlegen. Nach der Festlegung der Matten wird die Mulchmatte kreuzweise eingeschnitten an den gewünschten Bepflanzungpunkten, bzw. bei bestehender Vegetation die Pflanze durch die Öffnung des Kreuzschnittes hindurchgezogen. Optional kann zusätzlich eine Abdeckung der Mulchmatten mit einer dünnen Schicht Rinden erfolgen. Dieses kann die übliche Lebensdauer von 3-5 Jahren um weitere 1-2 Jahre verlängern (UV-Schutz).

BesTex® Saatmatten
Bei Saatmatten sind diese möglichst gleich nach dem
Eintreffen zu verlegen. Falls dieses nicht möglich sein sollte, sind
die Matten trocken und abgedunkelt zwischenzulagern, max. bis zu 14 Tagen.
Hierdurch wird ein vorzeitiges Keimen des Saatgutes verhindert. Der Bodenschluss
der Matten muss auf jeden Fall zu 100% gewährleistet werden. Die Papierseite
der Saatmatten wird direkt auf das vorbereitete Planum verlegt. Die Matten
müssen spannungsfrei verlegt werden, um den Bodenkontakt zu gewährleisten.
Die Verlegung der Matten kann horizontal oder vertikal je nach Örtlichkeiten
durchgeführt werden.
Für die Verlegung der BesTex® Teichfolien sind die gesonderten Beschreibungen unter AquaGreen® Schwimmteiche zu berücksichtigen.
Vor Beginn der Erdaushubarbeiten ist eine Planung erforderlich bezüglich der Form und Position des Teiches. Ebenfalls muss die Größe genau definiert sein. Grundsätzlich sollte ein Teich einen flachen als auch über einen tiefen Bereich verfügen. Der Flachwasserbereich sollte eine Tiefe von ca. 25 cm besitzen, der Tiefbereich mindestens 80 – 100 cm, bei Schwimmteichen entsprechend tiefer, d.h. Bis ca. 2 m.
Die übliche Bauweise ist, dass die Wände des
Teiches nach innen schräg abfallen. Vorbereitend müssen Wurzeln
und scharfkantige Steine entfernt werden, bevor man die Folie ausbringt. Auch
sollte eine entsprechend reichlich bemessene Sandschicht auf den Teichboden
gleichmäßig aufgebracht werden sowie zum Schutz vor Beschädigung
der Folie an den Teichrändern gleichmäßig beschwert werden,
z.B. mit glatten Steinen, Sandsäcken o.ä. Möglichen schweren
Gewichten. Bei Befüllung des Teiches muss darauf geachtet werden, dass
das Wasser langsam in den Teich einläuft und ggf. durch manuelles Ziehen
und Drücken der Folie diese sich dem Untergrund mit zunehmenden Druck
des Wassers anpasst.
Diese Anpassung erfolgt durch das Dehnen der Folie, die sich dann fest am
Boden und den Wänden anlegt. Wenn der Teich komplett gefüllt ist,
wird das überflüssige Material der Folie abgeschnitten
bzw. eingelegt, wobei der Rand so bemessen sein muss, dass eine dauerhafte
Befestigung der Folie möglich ist. Weiterhin ist eine Kapillarsperre
anzubringen, um einen Wasserverlust zu verhindern.

Nahaufnahme von Miscanthushalmen,
hier verwendet als Dacheindeckung
BesTex® Miscanthus und Schilfrohrmatten
werden als Sandfangzaun durch Holzpfähle, Länge 60 oder 100cm, Durchmesser
6cm angespitzt im Abstand von 50 cm mittels Kabelbindern oder Verrödelungsdraht
an dem Pfahl befestigt. Hierzu wird der Kabelbinder bzw. Draht um den zuvor
eingeschlagenen Pfahl herum geführt und durch die Matte gezogen. Die
Überlappung beträgt 10cm in der üblichen Windrichtung, die
vor Ort herrscht. Im Falle der Verwendung als Baumschutz oder Winterschutzmatte
werden die Miscanthus- bzw. Schilfrohrmatten 2-mal um den entsprechenden Stamm
gewickelt und dann mittels Draht befestigt.
Bei Verwendung der Miscanthusmatten als Erosionsschutzmatte wird diese ähnlich
wie bei der Verlegung von Vegetationsgeweben beschrieben verlegt.

Geogitter als Armaflor Gräsermatten
Typ GM -GG43 nach Beendigung der Anzucht fertig durchwurzelt.
Weitere Details hierzu unter
Armaflor Gräsermatten
BesTex® Geogitter müssen sauber und auf einem ebenen Untergrund gelagert werden. Es sollten nicht mehr als 5 Rollen übereinander gelegt werden. Eine Lagerung kreuzweise in Schichten ist nicht zulässig. Die Verpackung erst bei Gebrauch des Materials öffnen. Das Planum sollte keine Toleranzen >+/-30mm haben. Das Planum muss mittels Rüttelplatte ordnungsgemäß vorbereitet werden. Die Geogitter werden vor der Verlegung in die gewünschte Verlegeposition gelegt. Dabei ist darauf zu achten, dass Falten o.ä. Deformationen vermieden werden. Eine Überlappung von ca. 0,3m ist vorzusehen bei starken Geländeunebenheiten ggf. mit einer Überlappung von 0,5 – 1m. Die Überlappungsbereiche werden durch Stahlhaften gesichert. Eine Befüllung mit Kies (bis zu 32mm) bei Verwendung von scharfkantigem (gebrochenen) Material ist ggf. ein geeignetes geosynthetisches Vlies als Schutzlage vorzusehen.

Bei Georaster, Typ GR ist folgendes zu beachten:
Verbinden und Lösen der Platten/Lagen:
Georaster wird standardmäßig in vorgesteckten Einheiten zu 1 m x 1 m geliefert (auf Wunsch auch in anderen Vorsteckmaßen, z.B. für Bankettbefestigung). Zu Beginn der Verlegung muss die erste Lage so verlegt werden, dass die Verbindungszapfen in die weitere Verlegerichtung zeigen. Alle weiteren Lagen werden dann nur noch an die bereits verlegte Fläche angelegt und mit dem Fuß in das patentierte Sicherheitsverbundsystem eingedrückt.
Muss eine vorgesteckte Lage getrennt werden, sollte diese an dem Punkt an dem sie getrennt werden soll, auf eine Erhöhung (am besten eignet sich eine andere Georaster-Lage) gelegt werden. Die Platten werden dann mit dem Fuß aus dem Verbundsystem nach unten herausgedrückt.
Anpassung/Zuschnitt
Folgende Geräte eignen sich zum Schneiden der Gitter:
Für einen schnellen und sauberen Schnitt hat sich in der Praxis die Verwendung einer Handkreissäge am besten bewährt.
Praxis-Tipp
Schneiden Sie die einzelnen Platten nicht vorab zu, sondern legen Sie diese zuerst über den Rand hinaus. Legen Sie dann eine Platte Georaster unter den Randbereich und schneiden Sie erst dann zu. Sie sparen sich dabei das Messen und die Platten lassen sich einfacher zuschneiden.
Um weitere Informationen anzufordern, kontaktieren Sie uns: bgs@bestmann-green-systems.de
Wir beraten Sie gerne!
Kontakt:
BGS Ingenieurbiologie und -ökologie GmbH ~ Dorfstraße 120 ~ 25499
Tangstedt ~ Tel.: +49 - (0)4101-48 00 88 ~ Fax: +49 - (0)4101-48 00 91
www.bestmann-green-systems.de
~ bgs@bestmann-green-systems.de
Impressum:
BGS Ingenieurbiologie und -ökologie GmbH ~ Dorfstraße 120 ~ 25499
Tangstedt ~ Tel.: +49 - (0)4101-48 00 88 ~ Fax: +49 - (0)4101-48 00 91
www.bestmann-green-systems.de
~ bgs@bestmann-green-systems.de
Vertretungsberechtigter Geschäftsführer:
Sven Wiese
Registergericht: Amtsgericht Pinneberg
Registernummer: HRB 5208
Umsatzindentifikationssteuer gemäß § 27a Umsatzsteuergesetz:
DE 211114946
Steuernummer: 18/298/17609
Haftungshinweis: Trotz sorgfältiger
inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir keine Haftung für die Inhalte
externer Links.
Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren
Betreiber verantwortlich.